Gewässerverband Unterlauf Stör
Naturschutz und Gewässerunterhaltung - wie vereinen?
In früheren Zeiten wurde bei Gräben, Bächen und Flüssen der Fokus auf die Funktion der Entwässerung gerichtet - möglichst schnelles Abfließen von Oberflächenwasser.
Im Laufe der Zeit rückten aber die Aspekte von Landschafts- und Naturschutz immer weiter in den Vordergrund.
Der Schutz der Gewässer als Lebensraum für Pflanzen und Tiere gewinnt auf europäischer Ebene an Bedeutung. Aus diesem Grund wurde sich auf die Gewässerschutzpolitik fokussiert. Am 22. Dezember 2000 wurde eine neue EG- Wasserrahmrichtlinie (WRRL) verabschiedet. Diese gilt für alle Gewässer Europas: Oberflächengewässer, Übergangs- und Küstengewässer und auch für das Grundwasser.
Die etwa 500 Wasser-und Bodenverbänden in Schleswig-Holstein haben sich zu 33 Arbeitsgruppen zusammengeschlossen. In diesen werden nach den gegebenen Möglichkeiten die Vorgaben der Wasserrahmrichtlinien umgesetzt.
Das Leitbild der WRRL ist die Wiederherstellung des natürlichen Zustands der Gewässer- natürliche Vielfalt und Fülle. Im Hinblick auf die hohe Besiedlungsdichte, die Landbewirtschaftung und die vielfältige Nutzung der Gewässer, stellt die Verwirklichung der gesetzten Ziele eine immerwährende Herausforderung dar.



